Chippen/Registrieren

Mikrochip – was ist das?
Der Mikrochip oder auch Transponder genannt, hat die Größe eines Reiskorns und trägt in einer Glaskapsel die Information einer 15-stelligen individuellen Nummer (Buchstaben- und Zahlenkombination).
Das Einsetzen des Chips erfolgt an der linken Halsseite unter der Haut mit einer etwas dickeren Injektionsnadel, und ist ein ähnlicher Vorgang wie bei einer Impfung. Es ist dazu keine Sedierung oder Narkose erforderlich, da die meisten Tiere den Vorgang problemlos tolerieren. Die kleine Glaskapsel liegt lebenslang reaktionslos unter der Haut und stört das Tier nicht. Mittels Lesegeräten kann die 15-stellige Nummer jederzeit aus einem Abstand von wenigen Zentimetern abgelesen werden.

Der Mikrochip dient der eindeutigen Kennzeichnung Ihres Tieres.
Aufgrund der Bestimmungen des neuen Tierschutzgesetzes (§24a) besteht für alle in Österreich gehaltenen Hunde die gesetzliche Verpflichtung zur Kennzeichnung mittels Mikrochip und Registrierung. Hundewelpen müssen innerhalb der ersten drei Lebensmonate mittels Mikrochip gekennzeichnet werden (vor der ersten Weitergabe) und mit dem ersten Besitzerwechsel bei einer internationalen Tierkennzeichnungsdatenbank registriert werden. Innerhalb eines Monats muss auch die amtliche Registrierung bei der Behörde erfolgen (in Wien MA 60 - Veterinäramt). Auch bei einem späteren Besitzerwechsel muss der Hund innerhalb eines Monats auf den neuen Besitzer registriert und amtlich gemeldet werden.
Die amtliche Registrierung kann gleichzeitig mit der Registrierung bei der internationalen Tierkennzeichnungsdatenbank „animaldata.com“ durch den Tierarzt erfolgen. Für die amtliche Registrierung sind neben den Daten des Hundes auch das Geburtsdatum und eine Ausweisnummer des Tierbesitzers, sowie die Angabe des Herkunftslandes des Hundes und das Datum des Haltungsbeginns erforderlich.

Aber Achtung: die Anmeldung für die jährlich zu entrichtende „Hundesteuer“ muss der Tierbesitzer weiterhin selbst beim zuständigen Wohnsitzmagistrat erledigen!
Die Tierkennzeichnungsdatenbank hilft beim Wiederfinden entlaufener Tiere: wenn Ihr Liebling abhanden kommt, kann er mittels Lesegerät bei Tierärzten oder im Tierheim rasch identifiziert werden und findet so am schnellsten wieder zu Ihnen. Ein Mikrochip kann übrigens bei jeder Tierart eingepflanzt werden! 

 

Auslandsreisen mit dem Heimtier (Auslandsreisen/Zeck und Co)

Für alle Reisen ins Ausland müssen Hunde, Katzen und Frettchen eine individuelle Kennzeichnung mittels Mikrochips (Kennzeichnung mittels Tätowierung gilt nur mehr bis Ende Juni 2011) aufweisen und einen speziellen EU-Pass (blaue Farbe) besitzen. Die Tollwutschutzimpfung darf nicht länger als ein Jahr zurückliegen.
Für manche Staaten (beispielsweise Großbritannien, Irland, Schweden, Türkei, u. a.) ist zusätzlich eine Antiparasitenbehandlung (Wurmkur gegen Bandwürmer, sowie Antifloh- und Antizeckenbehandlung) kurz vor Reiseantritt erforderlich sowie das positive Ergebnis einer Blutuntersuchung bezüglich Tollwut-Antikörper-Titer.
Für die Einfuhr von Tieren in Nicht-EU-Länder und in außereuropäische Staaten müssen die gültigen Bestimmungen bei der Botschaft des Urlaubslandes erfragt werden.

Für Hunde und Katzen, die ins Ausland mitgenommen werden, besteht die Gefahr sich mit Krankheitserregern zu infizieren, die über Zecken oder Stechmücken übertragen werden. Die größte Gefahr für Hunde stellen die Borreliose (Erkrankung durch Bakterien), die Leishmaniose (Tropenkrankheit, die in südlichen Ländern wie vor allem im Mittelmeergebiet verbreitet ist und sogar schon in Deutschland eingeschleppt wurde), die Babesiose (der Malaria ähnliche Erkrankung durch Blutparasiten) und die Dirofilariose (Herzwurmerkrankung) dar. Die gefährliche Leishmaniose wird über Stechmücken übertragen, die den Erreger in sich tragen. Bei Hunden verläuft die Erkrankung oft chronisch und kann zum Tod des Tieres führen. Dieser Erreger greift das Immunsystem und die Blutgefäße des Tieres an und ist übrigens auch auf den Menschen übertragbar. Die Dirofilariose (schwer behandelbare Herzwurmerkrankung) wird ebenfalls durch Stechmücken übertragen und kann nur durch vorbeugende Maßnahmen verhindert werden. Grundsätzlich besteht die Gefahr für jedes Tier, das sich mit seinem Besitzer in südlichen Ländern (Mittelmeerraum) aufhält. Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt über mögliche Risiken und Prophylaxemöglichkeiten, also vorbeugende schützende Maßnahmen. Es gibt mittlerweile leider auch schon in Österreich Krankheitserreger, die durch infizierte Tiere eingeschleppt wurden, wie beispielsweise die durch Zecken übertragbare Babesiose und die Anaplasmose (vor allem in wärmeren Gegenden wie Burgenland und Mittelösterreich).
Die auch durch infizierte Zecken übertragbare Borreliose (Lyme-Erkrankung) und die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis, Gehirnhautentzündung) kommen bereits in ganz Österreich vor. Diese beiden Erkrankungen sind sowohl für Hunde als auch für Menschen gefährlich. 

Wie kann ich mein Tier vor „Zeck und Co.“ im In- und Ausland schützen?
Vorbeugen ist besser als Heilen!
In erster Linie zählt dazu die Verhinderung der Erregerübertragung durch blutsaugende Parasiten wie Zecken und Stechmücken. Hierfür gibt es eine ganze Reihe von sehr wirksamen Spot-on-Präparaten, Antiparasitenhalsbändern, Sprays und Tabletten.
Sollte sich trotz aller Vorbeugemaßnahmen doch einmal eine Zecke auf Ihr Tier verirrt und sich bereits festgesaugt haben, so versuchen Sie die Zecke sogleich möglichst lebend von Ihrem Tier zu entfernen. Am besten eignet sich hierfür eine so genannte Zeckenzange bzw. Zeckenpinzette. Bitte geben Sie vor der Entfernung der Zecke weder Öl noch irgendwelche anderen Substanzen auf die Zecke, da diese sonst in ihrem Todeskampf quasi erbricht und dabei eventuelle Krankheitserreger jetzt erst recht in den Körper Ihres Tieres befördert. Also: Zecke lebend entfernen und anschließend abtöten sowie die Hautstelle bei Ihrem Tier mit einem geeigneten Desinfektionsmittel oder Wundcreme versorgen. Die Biss-Stelle sollte auch über mehrere Tage beobachtet werden, ob sich dort eine entzündliche Rötung und/oder Schwellung zeigt (dann bitte sofort zum Tierarzt!).
Zusätzlich kann man seinen Hund gegen die Borreliose impfen lassen. Diese Impfung schützt jedoch nicht, wie viele Leute glauben, vor Zeckenbefall selbst, sondern erzeugt eine spezifische Abwehrkraft gegen gewisse Borrelienstämme.
Bitte denken Sie daran: Für Ihren Hund lauert die Gefahr auch im eigenen Garten, im Park, in der Hundezone, in Feld und Wald oder mitten in der Stadt.

Was muss ich beachten, wenn ich ein Tier, das aus Südeuropa stammt, nach Österreich mitbringe?
Die höchsten Risiken bestehen bei importierten Hunden, die aus dem Mittelmeerraum nach Österreich eingeführt werden. Das Risiko einer Infektion bei einem solchen Hund, selbst wenn er gesund aussieht, ist sehr groß! Prinzipiell ist anzuraten nach der Ankunft mit dem neuen Hausgenossen in Österreich unbedingt einen Tierarzt aufzusuchen und das Tier auf mögliche „Reisekrankheiten“ testen zu lassen.

Reiseapotheke:
Für alle Reisen mit Hund, Katz’ & Co. sollten Sie unbedingt eine kleine Reiseapotheke für Ihr Tier mitnehmen. Gerne sind wir Ihnen bei der individuell auf Ihr Tier abgestimmten Zusammenstellung der Reiseapotheke behilflich! 

SGE Grosz StadtausstellungsGmbH